Die Inflation in den Anfangsjahren des zwanzigsten Jahrhunderts hatte schlimme Auswirkungen für viele Dorfbewohner. Viele Bauernwirtschaften gaben auf. Aus einigen aufgegebenen Höfen und Ländereien entstand Ende der dreißiger Jahre das Gut "Seehof". Dort, wo heute das ehemalige Hotel "Seehof" steht, ist schon in frühster Zeit gesiedelt worden, so daß man annehmen kann, daß hier der Ursprung des Ortes ist. Friedrich der Große erteilte den Auftrag vor jedem Haus einen Lindenbaum zu pflanzen. Eine über 200jährige Linde ist heute noch am Seehof vorhanden. Auch in späteren Jahren wurden an den Hauptstraßen Bäume gepflanzt, die aber auf den schlechten Böden nicht so recht gedeihen wollten.
ehemaliges Hotel SeehofDas Gut "Seehof" wurde bis in die heutige Zeit unterschiedlich genutzt. In der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg wurde der "Seehof" als privates landwirtschaftliches Gut geführt. Nach 1945 war es ein Ferienobjekt der Firma Siemens/Plania. Zeitweise wurde es als Handelsschule genutzt. Mit Gründung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften wurde das Objekt Lehrausbildungsstätte und Wohnheim. Bis Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre war es ein Erholungsheim der SED Bezirksleitung Leipzig und danach wurde es zum Hotel umfunktioniert. Nach einem Brand 1995 ist der Hotelbetrieb eingestellt. Zur Zeit wird ein neues Planungskonzept des Eigentümers mit der Stadt Templin abgestimmt, das vorsieht, die Hotelanlage "Seehof", unter Beachtung des Naturschutzes, den Anforderungen des modernen Tourismus anzupassen.
..... Ergänzung 2007: Das Objekt Hotel Seehof war zum Zeitpunkt der Aufnahme Sept. 2006 noch völlig ungenutzt und dem Verfall überlassen. Inzwischen erfolgte der Abriß durch einer neuen Eigentümer.
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Durch den Lauf der Jahre können sich Veränderungen zu den Informationen und Fotoansichten ergeben.