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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Herzfelde - Stadt Templin - Dorfrundgang

8. Gut Herzfelde

Gutshaus an der Kreuzkruger Str. Gutshaus

Die Chronik berichtet, daß im Jahr 1429 die Familie von dem Berge ein Rittergut in Herzfelde vom Kloster Seehausen kaufte. Von vier Rittersitzen im Dorf wird im Jahre 1664 berichtet, wovon drei der Familie von dem Berge und eines den Wartenbergschen Erben gehörte. Die Rittersitze (später Güter) wechselten in den folgenden Jahrhunderten mehrmals die Besitzer.

Wirtschaftsgebäude Wirtschaftsgebäude

Das Gut, das sich jetzt neben dem Schloss befindet kaufte 1830 ein Theodor Ludwig von Haas, der in den Jahren 1838 bis 1851 Templiner Landrat war. Spätere Besitzer waren Rentier Hoth aus Mecklenburg - Strelitz und Leutnant Lindenberg. Einen großen Aufschwung nahm das Gut nach dem es vom Kommerzienrat Max Franke am 1. Juli 1907 erworben wurde. Am Tag des Erwerbs brannte durch Blitzeinschlag die Scheune und die Stellmacherei ab. Diese Tatsache war mit ausschlaggebend für den Beginn umfangreicher Bauarbeiten (siehe Punkt Schmalspurbahn und Schloss) auf dem Gutsgelände.

Speichergebäude Speichergebäude

Errichtet wurden der obere und untere Gutshof mit sämtlichen Stall- und Wirtschaftsgebäuden sowie ein großer Speicher und die Schmiede. Darüber hinaus wurde das Gutshaus aufgestockt. Alle Gebäude waren nach den neuesten Erkenntnissen gebaut und mit den modernsten Einrichtungen ausgestattet. Das gesamte Gutsareal hatte eine eigene Stromversorgung, die über Dampfmaschinen gewährleistet wurde. Über die Anlagen des Gutes wurde auch das Dorf mit Strom und Wasser versorgt. Später kaufte die Familie Franke auch die Vorwerke Uhlenhof, Annenhof und Steinhausen.
..... Ergänzung 2006: Seit einigen Jahren befindet sich das Speichergebäude in Privatbesitz. Der Eigentümer will das Gebäude zu einem Workshop-Ort mit Wellness- und Partybereich ausbauen.

Auf dem Gut Herzfelde hielt man hauptsächlich Milchkühe, auf Annenhof war die Pferdezucht und es befanden sich dort die Jungrinder. Auf Uhlenhof wurden vorwiegend im Winter die Jungrinder und Schafe gehalten und auf Steinhausen befand sich die Schweinezucht. Zu DDR-Zeiten waren auf dem Gut die LPG und ein Betriebsteil des Kreisbetriebes für Landtechnik ansässig.