Das Mühlentor ist das kleinste der drei Templiner Stadttore. Wie auch bei den anderen zwei Stadttoren wurde das Mühlentor im der 1. Hälfte des 14. Jahrhundert auf den Resten der Vorgängerbauten aus Feldsteinen aufgebaut. Das Mühlentor ist das älteste der Templiner Stadttore. Über der Tordurchfahrt wurde ein zweigeschossiger Backsteinbau errichtet Ein aus Backstein gebildeter Plattenfries mit Palmettenornament trennt die Geschosse auf der Stadtseite und ist auch auf der Feldseite zu finden. Das Gesims der Klosterkirche Chorin diente hierfür als Vorbild. Auf der Feldseite befindet sich eine Wehrplattform, deren Zugangsöffnungen heute geschlossen sind. Das Mühlentor beherbergte zuletzt den Volkskunstverein zur Pflege uckermärkischer Traditionen. Zur Zeit ist das Tor ungenutzt.
Die 52 Wiekhäuser in der Stadtmauer Templin waren Kampfhäuser. Die Templiner Stadtmauer besaß keinen Wehrgang. Diese Aufgabe übernahmen die Wickhäuser. In einem Abstand von 25 bis 30 m wurden die Wiekhäuser in den Mauerring eingebaut. Wiekhäuser sind mit der feldseitigen Auskragung in der Stadtmauer eine Sonderform der Verteidigungsbauten im Nordosten Deutschlands und verleihen der Stadtmauer zusätzlich Stabilität. Die halbrunden Wiecken in der Temliner Stadtmauer besitzen zwei Absätze zur Auflage von Balkendecken und sind auf der Feldseite mit Schießscharten versehen. Von den über Leitern erreichbaren Absätzen wurde die Stadt verteidigt. Die Wiekhäusen boten den Feind keinen Raum zur Deckung. Auf Hinweistafeln an der Stadtmauer ist eine Darstellung der mittelalterlichen Verteidigung zu sehen.