Der Templiner Kanal beginnt an der Schleuse und endet im Röddeliner See. Der Kanal wurde im 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Bau der Wasserstraßen zwischen Havel und Oder errichtet. Die Kanalabmessungen entsprachen den Maßen der Finowkähne. Das frühere Kanalsystem reichte bis zum Labuskesee bei Milmersdorf. Heute ist der Templiner Kanal, nach der Wiedereröffnung der Templiner Schleuse, von Bedeutung für den stetig steigenden Wassertourismus.
Boote am Templiner KanalSo sind die Templiner Seen über den Templiner Kanal, den Röddeliner See wieder mit den Havelgewässern verbunden. Durch den steigenden Bootsverkehr auf dem Templiner Kanal ist auch eine wasserbauliche Maßnahme zur Sicherungen der Kanalufer notwendig geworden. Die reizvolle Landschaft am Kanal ist naturbelassen und so sind auch Biberburgen im Einmündungsbereich des Röddeliner Sees zu finden.
Vom erhöhten Ufer des Templiner Kanals am Bürgergarten gibt es reizvolle Außenansichten der Altstadt von Templin. Der zur Zeit noch ungestörte schöne Ausblick könnte in Zukunft durch eine geplante Umgehungsstaße gestört werden.
An diesen alten Brückenstandort zur Überquerung des Templiner Kanals wurde 1937, zusammen mit der Pionierbrücke im Eichwerder, eine Hölzerne Brücke errichtet. Die Brückenkonstruktion auf dem Foto wurde 1983 mit einem Klapp-Ponton hergestellt. An der unter Denkmalsschutz stehenden Brücke hat der Zahn der Zeit genagt. So mußte die Brücke für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.
2007 wird die Ziegeleibrücke erneuert. Dabei wird die Durchfahrtsbreite und Durchfahrtshöhe für den Boot- und Schiffsverkehr auf dem Templiner Kanal erhöht. Damit wird ein Engpaß der Schiffahrt bei der Brückenunterquerung beseitigt. Bei der denkmalsschutzgerechten Brückenerneuerung werden die Pontonteile bei der neuen Brückenkonstruktion wieder mit einbezogen. Die Ziegeleibrücke verbindet den Südwestteil der Stadt Templin mit dem Waldhof.