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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Aus der Chronik Chronik Ahrensdorf

Schon in frühgeschichtlicher Zeit war das Gebiet um Ahrensdorf wegen seiner guten Lage zwischen zwei großen Seen besiedelt. Nachweislich die Feldmark seit der Jungsteinzeit und ein Wohnplatz am Zaarsee aus der Bronzezeit besiedelt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren hier Niederlassungen in der Zeit vom 9. bis zum 12. Jahrhundert, als die Slawen das Gebiet der Uckermark besiedelt hatten. Funde am Fährsee weisen daraufhin, daß an diesem Standort eine frühgermanische Streusiedlung gewesen ist. 1320 wird Ahrensdorf als "Weitläufige Ansiedlung" längs eine Straße zwischen Lübbesee und Fährsee erwähnt. Die Ansiedlung, damals "Arenstorp" benannt, mit Holzung und Brüchern (Sölle), ist 1320 im bestätigtem Besitz von Rat und Bürgerschaft zu Templin und bleibt es auch bis 1860.

Wahrscheinlich hat Ahrensdorf seinen Namen von der schlesischen Familie von Ahrensdorf, (oder auch Arnsdop, Arndesdorp. Arnsdorf) erhalten, die seit 1306 in der Uckermark ansässig war. Im Landbuch Kaiser Karl IV von 1375 wird Ahrensdorf ohne nähere Angaben geführt. Wahrscheinlich ist es zu diesem Zeitpunkt "Wüste Feldmark". Selbst 1618 wird immer noch nicht vom einem Dorf gesprochen, sondern nur von der Feldmark "Arenstorff".

In der Zeit vom 14. bis zum 17. Jahrhundert ist über Ahrensdorf kaum etwas niedergeschrieben. Erst 1722 erfolgte wieder ein Bericht, daß ein Vorwerk auf der Feldmark "Arensdorff" errichtet werden sollte, was aber von der Bürgerschaft Templins, wegen der zu erwartenden geringen Einkünfte, abgelehnt wurde. Der Große Kurfürst von Brandenburg, Friedrich Wilhelm, sein Sohn und Nachfolger, der Kurfürst Friedrich III (ab 1701 Friedrich I König in Preußen), Friedrich Wilhelm I. (Soldatenkönig) und Friedrich II. ("Alter Fritz") waren bemüht, die Wirtschaft im Land Brandenburg durch Besiedlung mit Kolonisten aus ganz Europa zu beleben. Nach einem Gesuch von 20 Mecklenburger Kolonisten zur Bebauung der Gemarkung Ahrensdorf wurde 1771 mit dem Bau eines Kolonistendorfes begonnen. Erstmals wird Ahrensdorf 1774/75 als Kolonistendorf ausgewiesen. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich dort zwölf Ackersleute, fünf Hausleute und ein Schmied, bei insgesamt 15 Feuerstellen. Anfang des 19. Jahrhunderts ist der Ort als "Ritterfreier Kämmereibesitz" des Kreises Templin erwähnt. Drei Kolonisten errichten 1860 ihre Höfe in der erweiterten Feldmark von Ahrensdorf und gründen den Ausbau "Drei Häuser". Um die Jahrhundertwende ist bereits eine größere Ansiedlung mit 21 Häuser entstanden.

Durch Zusammenlegung von Ackerflächen entsteht 1927 das Gut "Seehof".

1925 wurden durch den Bau einer Feriensiedlung am Lübbesee die ersten Urlauber in Ahrensdorf empfangen. Viele Bewohner folgten dem Beispiel und richteten Ferienunterkünfte ein. Noch heute kommen ständig neue dazu. Auch einige größere und kleinere DDR-Betriebe errichteten in der Nachkriegszeit Ferienlager und Gebäude, die jetzt unterschiedlich genutzt werden.

Ahrensdorf ist trotz wechselvoller Geschichte ein Ort für Erholungssuchende geblieben.

Quellenangabe: Faltblatt zur "Gemeinde Ahrensdorf" vom Fremdenverein Templin e.V. (1996)

Geschichte des Ortsteils Ahrensdorf auf der Seite der: Stadt Templin