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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Aus der Chronik Chronik Gandenitz

Erste Erwähnung des Ortes als Gandenitcz erfolgte 1319. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 1324. Der Markgraf Ludwig der Bayer und mecklenburgische Herzöge schlossen in Gandenitz einen Grenzvertrag.

Im Landbuch Kaiser Karls IV wird beschrieben, daß zu Gandenitz 62 Hufen (eine Hufe sind zehn bis 12 Hektar), eine Mühle, ein Dorfkrug und zwei Seen gehörten, wobei 1375 alles wüst lag.

Das Dorf Gandenitz gehörte kraft kurfürstlicher Verleihung vom 13. Juli 1445 zur Stadt Templin. Da der Ort bereits in den mecklenburgisch-Brandenburgischen Kriegen zerstört worden war, erhielt Templin im wesentlichen nur eine wüste Dorfstätte.

Die Stadt Templin versuchte alsbald das Dorf wieder mit Bauern und Kossäten zu besetzen. Um Einnahmen aus dem Gebiet zu erzielen wurde auch ein Kalkofen, eine Schäferei und ein Vorwerk angesiedelt.

Ein Teerofen wurde 1701 in Gandenitz angelegt und in Betrieb genommen. Ein Teerschweler schloß mit der Stadt Templin einen Vertrag auf acht Jahre ab, um Holz aus einem großen Sturmschaden zur Teergewinnung verarbeiten zu können.

In Gandenitz lebten 1774 schon 150 Einwohner in 24 Wohnhäusern. Im Jahre 1861 waren es bereits 647 Einwohner, die 59 Häuser, insbesondere am Dorfanger, bewohnten.

Im Jahre 1843 vernichtete ein schwerer Brand die ganze Südseite des Dorfes. 39 Familien mit etwa 130 Menschen wurden obdachlos. Feuerwehren aus allen Dörfern der Umgebung und der Städte Templin und Lychen mit 19 Spritzen und 27 Wasserwagen waren im Einsatz.

Fachwerkhäuser prägten über Jahrhunderte das Antlitz des Angerdorfes Gandenitz. Noch heute sind zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert vorhanden.

Ein Haus das zur Geschichte des Dorfes gehört, ist der Gasthof "Zur Linde". Bereits seit dem 16. Jahrhundert wird der Gasthof durch die Familie Pritzkow bzw. deren Vorfahren betrieben.

Quellenangabe: Faltblatt "Gandenitz" vom Fremdenverein Templin e.V. (1995)

Geschichte des Ortsteils Gandenitz auf der Seite der: Stadt Templin