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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Aus der Chronik Chronik Groß Dölln

Bereits in den Jahren 1299 bis 1438 wird in der Geschichte des Uckerlandes von einer Familie von Döllen (Dollen) berichtet. Nach dieser Familie soll auch das Döllnfließ seinen Namen erhalten haben.

Der Ort Groß Dölln entstand im Jahre 1727. In einem Generalpachtkontrakt vom 17. Mai 1729, wird erstmals die "Neue Döllnsche Hütte" (Glashütte) erwähnt. Andreas Preußig, der Besitzer der Glashütte, sorgte auch für den Bau einer Kirche. Durch den hohen Holzverbrauch der Glashütte mußte in der Umgebung viel Wald gerodet werden. Auf einer der gerodeten Flächen entstand ein kleines Vorwerk, welches der Döllnsche Krug genannt wurde.

Auf Geheiß des Königs Friedrich des II. konnten sich zu den vorhandenen 20 Büdnerhäusern (ehemalige Glasmacherwohnungen), sechs Familien aus der Rheinpfalz hier ansiedeln und Häuser bauen. Mit dieser Ansiedlung wurde am 18. Oktober 1774 in Berlin die Gründungsurkunde für Dölln unterschrieben.

Mehrere Brände, so zum Beispiel am 23. März 1843, verwüsteten das Dorf. Durch Hilfe und Unterstützung des Staates ging der Wiederaufbau des Ortes zügig voran. Um 1900 waren in Groß Dölln über 50 Schiffer, teils Schiffseigner oder Bootsmänner beheimatet. Durch den Bau der Ziegeleien in Zehdenick wurden Arbeitsmöglichkeiten, auch für die Döllner Bürger, geschaffen und es entwickelte sich ein reger Handel. Viehhändler, Holzverkäufer und andere Geschäftsleute profitierten von der Handelstätigkeit und brachten es zu einem gewissen Wohlstand.

Zu dieser Zeit gab es in Groß Dölln auch ein vielseitiges Vereinsleben. Auf großes Interesse konnten der Männer-Turn-Verein, der Schiffer- und Schützenverein und der Gesangsverein verweisen. Doch schon in den 30er Jahren ging die Vereinstätigkcit zurück und hörte mit dem 2. Weltkrieg ganz auf.

Im Herbst 1952 begannen in der Gemeinde Groß Dölln die Arbeiten für einen großen sowjetischen Militärflugplatz und eine Gamision. Nach Fertigstellung des Flugplatzes beeinflußte dieser bis zur Einstellung des Flugbetriebes 1994 nachhaltig die Lebensqualität der Bewohner der Gemeinde.

Groß und Klein Väter

Die Chronik berichtet als erstes vom Zaunsetzer Muhme am Wildzaun im Reiersdorfschen Revier(Territorium des heutigen Groß Väter). Der Ort Groß Väter entstand 1749, nachdem drei Kolonisten dort bebaute Hofsteilen übernahmen. Jahre später bildete Groß Väter mit Bebersee ein Dorf, bevor 1791 wieder die Trennung erfolgte. Im Kolonistendorf Groß Väter gab es 1860 schon 20 Wohn-, 35 Wirtschafts- und zwei öffentliche Gebäude, sowie ein Forsthaus am Rande des Dorfes.

Auf dem Gelände des heutigen Feriendorfes Groß Väter See befand sich bis in den 60er Jahren nur das Forsthaus "Alte Försterei". Später baute das MfS eine Bungalowferien- siedlung, bekannt als "Dynamo-Erholungsheim".

Mitte 1990 übernahm die Evangelische St. Elisabeth-Stiftung Berlin das Ferienobjekt. Durch intensive Bautätigkeit, wie Neubau von Ferienhäusem und Umbau der alten Bungalows, wurde die Feriensiedlung zu einer Familienferienstätte, Schullandheim und Tagungsstätte umgewandelt.Das Feriendorf Groß Väter bietet vor allem abwechslungsreiche Erholumg für Familien und für Schulklassen. Geboten werden die verschiedensten Sportmöglichkeiten wie z.B. Tischtennis, Minigolf und Kegeln. Der eigene Badestrand, Bootsverleih, Kinderspielplätze, sowie Exkursionen zu Fuß und mit dem Rad, sind bei den Gästen besonders beliebt.

Quellenangabe: Faltblatt zur "Gemeinde Groß Dölln" vom Fremdenverein Templin e.V. (1995)

Geschichte des Ortsteils Groß Dölln auf der Seite der: Stadt Templin