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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Hindenburg - Stadt Templin - Dorfrundgang

7. Historische Häuser

Zollhaus in Hindenburg Zollhaus

Das noch gut erhaltene Fachwerkhaus, an der Straße nahe des Parks, diente im 19. Jahrhundert als Chausseehaus (Zollstelle). Wer die Chaussee durch das Dorf passieren wollte, mußte erst ein Entgelt entrichten, bevor der Schlagbaum über der Straße geöffnet wurde. Das Privathaus daneben war in den vergangenen Jahrhunderten das sogenannte Armenhaus, in dem arme, kranke und arbeitsunfähige Leute untergebracht waren. In den letzten Jahrzehnten war hier die Poststelle und der Rat der Gemeinde untergebracht.

Spritzenhaus der ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr Hindenburg Spritzenhaus

Von dort aus, entlang der Dorfstraße, erreicht man das ehemalige Spritzenhaus (Feuerwehrgebäude). 1932 gründeten die Hindenburger die Freiwillige Feuerwehr mit 12 Mitgliedern. Ein PKW mit 8 Sitzen bildete den Kraftfahrzeugbestand der Hindenburger Feuerwehr in der Zeit von 1921 bis 1938. 1937 erhielt das zu Hindenburg gehörende Gut Reinfeld eine Motorspritze. Die Gemeinde selbst ist seit 1931 im Besitz eines Feuerlösch- brunnens.

Das heute noch vorhandene Feuerwehrgerätehaus entstand 1938. Durch den 2. Weltkrieg ging ein Teil der Technik verloren, die in den späteren Jahren ersetzt wurde. Mit der Eingemeindung Hindenburgs 1979 nach Templin, sind die Gerätschaften der Feuerwehr in den Bestand der Stadt Templin übergegangen.

Ehemaliger Gasthof Kremzow in Hindenburg Gasthof

Nach dem Feuerwehrgebäude erreichen Sie den ehemaligen Gasthof Kremzow. Er befindet sich in der Mitte des Dorfes, nahe der Kirche. In früheren Jahrhunderten soll es mehrere Krüge im Dorf gegeben haben. Erstmals wird ein Krüger um 1560 erwähnt. Sehr wahrscheinlich steht der Gasthof Kremzow auf dem alten Fundament einer Krugstelle. Um die Jahrhundertwende wurde der Saal angebaut, in dem im Laufe der Jahrzehnte viele Veranstaltungen von Kindern- und Schulklassen, Kriegervereinen und Feuerwehr stattfanden. In der 1. Hälfte dieses Jahrhunderts war der Gastwirt gleichzeitig Landwirt und Kolonialwarenhändler. Fremdenzimmer waren ebenfalls vorhanden, die an Gäste vermietet wurden, die am Röddelinsee Urlaub machten. In den fünfziger Jahren übernahm der Konsum das gesamte Anwesen. Während dieser Zeit wechselten die eingesetzten Gastwirte mehrmals. Ungeklärte Besitzverhältnisse behindern zur Zeit den weiteren Betrieb der Gastwirtschaft. ..... Ergänzung 2007: Nach einem Teileinsturz des Gebäudes 2007, erfolgte inzwischen der Totalabriß.