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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Hindenburg - Stadt Templin - Dorfrundgang

1. Kirche und Umgebung

Kirche Hindenburg (offene Kirche) Kirche

Die Kirche, mitten im Dorf stehend, ist ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert mit eingezogenem, gerade geschlossenem Chor und angegliedertem Friedhof. Umgeben ist die Kirche und der Friedhof von alten Laub- und Nadelbäumen. Schon 1369, nach dem Waffenstillstand zwischen den Brandenburgern und den Pommern, ist die Kirche vorhanden und mit 4 Hufen Land ausgestattet.

Ende des 16. Jahrhunderts war Johannes Dirberch Pfarrherr zu Hindenburg. Die alte Kirche mit dem Holzturm wurde im Laufe der Jahrhunderte oft ausgebessert. Die größte Restaurierung wurde Mitte des 18. Jahrhunderts durchgeführt. Noch heute sind mittelalterliche Spitzbogentüren sowie andere interessante Details aus dieser Zeit zu sehen. Interessant ist auch die Dachrinne mit einem Drachen als Wasserspeier über der Südtür, sie stammt aus dem 20. Jahrhundert. Das Alter der Glocke im Kirchturm geht auf das Jahr 1535 zurück. Im 17. Jahrhundert sollen sogar drei Glocken vorhanden gewesen sein. Im Inneren der Kirche fallen besonders die Wandmalereien auf, die einschließlich der Holzdecke, aus der Zeit der Jahrhundertwende stammen.

Denkmal in Hindenburg mit der Inschrift: Für Frieden und Völkerfreundschaft Denkmal

Die Postmeilensäule vor der Kirche, ein sogenannter preußischer Halbmeilenstein, alter Standpunkt auf der anderen Seite am Müllerschen Grundstück, wurde im ersten Weltkrieg zum Kriegerdenkmal umfunktioniert, dann Mitte der siebziger Jahre wieder zum Friedensdenkmal ernannt. Eigentlich ein Denkmal der Verkehrsgeschichte. Rund alle 3,6 km wurde ein Halbmeilenstein gesetzt.

Ehemalige Schule in Hindenburg ehemalige Schule

In der Nähe der Kirche befindet sich das alte Schulhaus. Das Amt des Lehrers und des Kantors wurden in Hindenburg bis Ende der fünfziger Jahre, von ein und der selben Person ausgeübt. Vor 1945 gab es dort einen Klassenraum, in dem der Lehrer alle Schüler von der 1. bis zur 8. Klasse unterrichtete. Nach 1945 wurde der Dachboden als zweiter Klassenraum genutzt. Ein anderer Lehrer unterrichtete dort die Schüler von der 1. bis zur 4. Klasse. Anfang der fünfziger Jahre ist der Schulbetrieb eingestellt worden. 1961 begann mit der Unterstufe wieder der Unterricht in Hindenburg, der dann 1964 endgültig durch die geringe Zahl an Schülern eingestellt wurde. Die Kinder gingen von da an im nahe gelegenen Templin zur Schule.

Weitergehende Information zur Kirche Hindenburg unter: www.uckermark-kirchen.de