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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Hindenburg - Stadt Templin - Dorfrundgang

8. Dorfschmiede

Ehemalige Schmiede am Ortsausgang in Richtung Templin Schmiede

Grundstücke, auf denen eine Schmiede vorhanden war, werden in Geschichtsdokumenten als wichtige dörfliche Einrichtung erwähnt, so auch die Dorfschmiede in Hindenburg. Mit höchster Wahrscheinlichkeit steht die Schmiede auf alten Fundamenten aus den Anfängen der Besiedlung des Ortes. 1903 ist die Schmiede von der Familie Krüger gekauft worden. Bis 1960 hat Karl Krüger, als selbständiger Schmiedemeister, die Schmiede in alter Familientradition betrieben. Von 1960 bis 1965 war die Schmiede verpachtet an das damalige Volkseigene Gut Templin. Schmied blieb weiterhin Herr Krüger, bis die Schmiede 1965 endgültig geschlossen wurde.

Herr Krüger besaß als Schmied die Fähigkeit, alle seine Erzeugnisse von Hand zu schmieden, ohne die Kraft von Maschinen zu benötigen. Nur mit Hilfsmitteln ausgerüstet, erfolgte zum Beispiel das Feuer- schweißen im offenen Feuer. Auch das Bohren von Löchern in Eisen erfolgte per Hand, selbst Bohrer wurden manuell hergestellt.

Techniken die heute kaum noch jemand beherrscht. Viele andere Erzeugnisse, die heute industriell gefertigt werden, sind in handwerklicher Tätigkeit in der Krügerschen Schmiede entstanden. Dazu gehörte die Herstellung von Pferdehufeisen, der Acker- gerätebau, das Anfertigen von Baubeschlägen und Toren, sowie ein kompletter Wagenbau (Pferde-, Gummi- und Langholzwagen). Nur Wagenachsen und Stellmachererzeugnisse wurden aus anderen Handwerksbetrieben zugeliefert.