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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Aus der Chronik Chronik Hindenburg

Der Name des Ortes ist mit Sicherheit nach der Familie von Hindenburg benannt, die ihren Ursprung in Westfalen hatte und dort schon 1208 urkundlich erwähnt wurde. Die Ersterwähnung von Hindenburg stammt aus dem Jahre 1333.

Ein Mitglied der Familie hat die Siedlung im Auftrag des Landesherren angelegt. Andere Orte mit gleichen Namen sind ebenfalls so entstanden. Hindenburg, damals "Hindenburch" genannt, war ein deutsches Kolonistendorf aus askanischer Zeit. Der geldbedürftige Markgraf Ludwig verpfändete es 1333 an Friedrich von Vincelberg für 300 Silbermark.

Um den Ort gab es erbitterte Kämpfe zwischen dem Markgrafen, Otto von Brandenburg und dem Pommernherzog Kasimir von Pommern-Stettin, der ("in dem Dorpe tu Hindenborch bi Templin") mit einem Waffenstillstand 1369 endete.

Die Feldmark des Dorfes ist damals mit 42 Hufen (l Hufen = ca. 30 Morgen) ausgestattet worden, die im Jahre 1375 an 13 Bauern des Dorfes verteilt wurden. Von den 13 vorhandenen Kossätenstellen (Bauern ohne oder mit geringem Landbesitz) wurden aber nur 8 bewirtschaftet.

Ende des 15. Jahrhunderts wird Hindenburg Besitz der Familie von Arnim, derer vom Schloß Zehdenick. Hindenburg gehörte dann bis ins 19. Jahrhundert zum Amtsbereich Zehdenick.

Während des 30jährigen Krieges wurde das Dorf stark zerstört. Noch 40 Jahre nach dem Krieg ist es größtenteils verödet. Statt der Bauerngüter waren 1688 nur 5 Hufner am Ort. Die Schmiede war zerstört. Hindenburg erholte sich nur langsam. Ende des 18. Jahrhunderts zählte man im Dorf wieder 148 Einwohner. Ab 1860 blühte das Leben im Dorf wieder auf, die Höfe stabilisierten sich und erreichten einen bescheidenen Wohlstand. Aber erst Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts, wurde das Dorf wieder gut besiedelt.

Es wird berichtet, daß 1907 drei Gutsbesitzer, 5 Bauern, 1 Gastwirt, 1 Büdner, 1 Maurer, 1 Gutsverwalter, 1 Privatier, 1 Rentier, 1 Altsitzer, 1 Gemeindevorsteher und ein Lehrer im Dorf ansässig waren.

Nach der Separation, in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts (Bauern und Kossäten konnten durch Kauf aus gutsherrlichem Besitz, selber Landbesitzer werden), wird 1845 erstmals das Vorwerk Reinfeld (später Gut Reinfeld) und 1885 der Wohnplatz "Am See" erwähnt.

Die selbständige Gemeinde Hindenburg wird 1979 als Ortsteil der Stadt Templin angegliedert.

Quellenangabe: Aus dem Faltblatt "Hindenburg" vom Fremdenverein Templin e.V. (1995)

Geschichte des Ortsteils Hindenburg auf der Seite der: Stadt Templin