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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Metzelthin - Stadt Templin - Dorfrundgang

4. Schnitterkaserne

Ehemalige Schnitterkaserne in Metzelthin Schnitterkaserne

Im 19. Jahrhundert und in den Anfangsjahren unseres Jahrhunderts beschäftigten die Landgüter in der Erntezeit oftmals Saisonarbeiter. Sie wurden in sogenannten Schnitterkasernen untergebracht, wobei die ledigen Landarbeiter alle in einem Zimmer und Familien in Einzelzimmern wohnten.

Das Wort Schnitterkaseme ist abgeleitet von Landarbeitern, die zum Schneiden des Grases oder Getreides eingesetzt wurden und dort untergebracht waren. Aus diesem Gebäude entstand nach Umbauarbeiten ein Wohnhaus.

5. Gut Metzelthin

Stallanlage vom ehemaligem Gut Metzelthin Stallanlage

Bereits im 14. Jahrhundert wird ein Gut im Dorf Metzelthin erwähnt. Vom freien Lehn-Schulzengut zu Metzelthin berichtet die Chronik im Jahre 1591. Spätere Aufzeichnungen sprechen von Rittersitzen (1684 drei Rittersitze) im Dorf. Die Besitzer des Gutes wechselten häufig. In den 30er Jahren unseres Jahrhunderts übernahm der Baron von Schlotheim aus Düsseldorf/ Gerresheim das Gut. Zum Areal gehörten eine Brennerei, zwei große massive Scheunen, Ställe, darunter ein Pferdestall mit 20 Pferden und neun Gespannen, sowie eine Gärtnerei und ein Gutshaus.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gut von ehemaligen polnischen Zwangsarbeiten! besetzt, später von der sowjetischen Armee bewirtschaftet und 1948 im Rahmen der Bodenreform aufgesiedelt. In dieser Zeit wurde die Brennerei abgerissen, das wiedergewonnene Baumaterial durch Neubauern verwendet. Ab 1952 bis zur Wiederveinigung der beiden deutschen Staaten nutzte die LPG das gesamte Gutsgelände.

..... Ergänzung 2006: Vom ehemaligem Glanz des Gutes in Metzelthin ist wenig übrig geblieben. Nur noch eine Scheune und eine Stallanlage stehen noch. Einen Landwirtschaftkichen Betrieb gibt es in Metzeltzin nicht mehr. Die wenigen Ackerflächen werden von Wiedereinrichter aus einem Nachbarort bewirtschaftet.