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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Petznick - Stadt Templin - Dorfrundgang

3. Sport- und Festplatz

Die Jugendlichen und Sportsfreunde des Dorfes schufen, unterstützt durch die LPG, im Schloßpark diesen Sportplatz. Später wurde auch die Badestelle ausgebaut und eine Freifläche für die Durchführung von Dorffesten geschaffen. Die jährlichen Dorffeste mit Musik und Tanz, sportlichen Betätigung (z.B. Fußball- nd Volleyballtumiere) sowie Spiele für Kinder, waren und sind besondere Höhepunkte im Dorfleben. Die Festwiese erhielt 1989 einen Verkaufskiosk für die Dorffeste, den die Angler des DAV errichteten.

4. Älteste Haus

Sie stehen hier vor dem ältesten Haus des Dorfes. Es ist vor dem Jahre 1640 erbaut, eine genaue Datierung ist aus der Chronik nicht zu entnehmen. Das Haus blieb von Bränden und Zerstörungen verschont, es überstand auch den 30jährigen Krieg. Noch heute kann man am Giebelmauerwerk die Steine im Klosterformat sehen. In Petznick wird das Gebäude von vielen Bürgern als Gutsgärtnerhaus Kracht, nach der früheren Bewohnerin, benannt.

Bis zum Frühjahr 1993 war das unter Denkmalschutz stehende Haus durch Frau Sofia Branske bewohnt.

5. Gut Petznick

Das Gutshaus (von den Bewohnern des Dorfes Schloß genannt) wurde 1826 als eingeschossiger Putzbau mit 17 Achsen erbaut. Bei einem späteren Umbau fügte man unter anderem den dreiachsigen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel hinzu. Im Inneren kann man noch heute, die aus dem 18. Jahrhundert stammende Treppe mit geschnitztem Balustergeländer, bewundern.

Zum Gut gehörten das Gutshaus, Wohngebäude für Gutsarbeiter, mehrere Stallgebaüde (Rinder-, Schweine-, Schaf- und Pferdeställe), diverse Scheunen, eine Brennerei, eine große Gärtnerei sowie ein weitläufiger Schloßpark. Die Schafzucht bildete den Schwerpunkt der Viehhaltung. Über 1000 Schafe hatten die Schäfer in ihrer Obhut. Zum Beginn unseres Jahrhunderts hielt auch die moderne Technik Einzug auf dem Gut. Zwei Dampfloks und zwei Lanz-Dreschkästen sorgten für Arbeitserleichterungen.

Nach 1945 waren im Gutshaus unter anderem untergebracht: Kindergarten, Lebensmittelverkaufstelle, Gaststätte, Jugendclub, LPG-Büro und Gemeindeverwaltung. Darüber hinaus fanden zeitweise bis zu 17 Familien dort ihr Zuhause.

Gegenwärtig wird das Gutshaus durch das Jugendausbildungswerk Gut Petznick GmbH genutzt. Seit dem 15. Juli 1994 werden durch das Jugendausbildungswerk mit ABM-Kräften umfangreiche Bauaufräumungsarbeiten vorgenommen mit der Ziel- stellung, einen Jugend-, Freizeit-, Kunst- und Gewerbehof, unter Einbeziehung der anderen Gebäude, zu schaffen. Eine Galerie eröffnete im Frühjahr 1995 mit der Ausstellung "Bilder der Uckermark" ihre Pforten. Als nächste Projekte sind unter anderem vorgesehen, die Einrichtung eines Weinkellers, eines Öko-Camps sowie einer Versuchsküche.