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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Aus der Chronik Chronik Petznick

Das Dorf Petznick wird erstmals um 1375 erwähnt, im Zusammenhang mit der Tatsache, daß der Prenzlauer Bürger Henning Grubetz den Ort verwaltete. Zu diesem Zeitpunkt waren von 36 Hufen nur 15 besetzt, die anderen waren wüst, ebenso der Schankkrug.

Seit 1472 gehörte das Dorf Petznick zum Besitz der Familie derer von Arnim zu Gerswalde. Die von Arnims erwarben das Dorf als Wüstung. Im Lehnsbrief steht: daß Ihnen "das Velt zu Petznick mit allen Rechten" gehöre.

Durch die verschiedenen Kriegshandlungen während des 30jährigen Krieges (1618-1648) hatten die Bewohner viel Leid zu ertragen. So hauste z.B. um 1628 der Ritter Tylli mit seinen Horden in dieser Gegend. In den Jahren 1636/37 starben viele Bewohner an der Pest. Der Ort wurde zur Wüstung, nur ein Haus neben dem Schloß überstand die Jahre.

In den folgenden Jahrzehnten bauten die Petznicker ihr Dorf wieder auf, so daß es im Jahre 1774 bereits 18 Häuser mit 95 Einwohnern gab.

Im Jahre 1816 wohnten im Ort 90 Personen, in nur acht Häusern. Aus der Differenz von 10 Häusern zum Jahre 1774, läßt sich erahnen, daß es in der Zwischenzeit einen größeren Brand im Dorf gegeben hatte, der die Häuser vernichtete. Um das Jahr 1805 entstanden um Petznick z.B. die Vorwerke Dolgen und Collin. Zu dieser Zeit war der Hauptort Kreuzkrug (wird durch Kartenmaterial von 1825 bestätigt), weil sich hier wichtige Heeresstraßen kreuzten und auch eine Ausspannung vorhanden war.

Die Chronik berichtet vom Jahre 1830 über ein neu erbautes Vorwerk Petznick und über eine Ziegelei in Henkingshain, der Ort trug bis 1818 den Namen Kalkofen. Die Ziegelei gehörte einer Familie Rüdke. Die gesamte Umgebung wurde mit Ziegelsteinen von dort beliefert.

In Petznick gab es 1861 zwei Gasthöfe, eine Kalkbrennerei, eine Ziegelei, einen Fischermeister, einen Gärtnermeister und einen Schmiedemeister. 15 Jahre später baute Amtmann Gräf, der Pächter des Gutes, eine Brennerei.

Im Jahre 1928 wurden die Dörfer Kreuzkrug und Petznick grundbuchlich zur Gemeinde Petznick vereinigt.

Die Petznicker Siedlung Birkenhain entstand nach der Bodenreform Ende der 40er Jahre unseres Jahrhunderts. Mehrere Neubauern errichteten hier Siedlungshäuser.

Später waren die meisten Einwohner Mitglieder in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). In jüngster Zeit entstand in der Siedlung ein kleines Cafe, eine Verkaufsstelle sowie eine Feriensiedlung.

Kreuzkrug

Der Ort Kreuzkrug wurde im 17. Jahrhundert von einem Hauptmann Bogislaw Berend von Arnim erbaut. Zu diesem Zeitpunkt muß der Krug, als Kreuzkrug bekannt, schon existiert haben. Genaue Zeitangaben sind nicht vorhanden.

Der Krug leitete seinen Namen aus seiner Lage an der Straßenkreuzung in den Richtungen Templin-Prenzlau und Milmersdorf-Klosterwalde ab. Der Schankkrug existierte bis Ende der dreißiger Jahre, war nach 1945 Wohnung, bevor das Gebäude 1963 abgerissen wurde. Im 18.Jahrhundert war das Dorf Kreuzkrug ständig verpachtet und wirtschaftete getrennt vom damaligen Ortsteil Petznick.

Mit dem Bau der Bahnstrecke Templin-Prenzlau mit dem Bahnhof Kreuzkrug (Anfang des 20 Jahrhunderts) stieg die Bedeutung des Ortes wieder an.

Quellenangabe: Faltblatt zur "Gemeinde Petznick" vom Fremdenverein Templin e.V. (1995)

Geschichte des Ortsteils Petznick auf der Seite der: Stadt Templin