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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Aus der Chronik Chronik Röddelin

Vor der ersten Erwähnung des Ortes befand sich dort bereits eine Wasserburg, der Hauptsitz des Wendenhäuptlings vom Stamm Redlin. Erste Erwähnung des Dorfes erfolgte im Jahre 1284 unter der Bezeichnung Radelyn. Gegründet wurde das Dorf im Jahre 1287. Der Ort gehörte einst zu Kloster Himmelpfort, war nach der Säkularisation Herrn von Trott hörig, und wurde im Dreißigjährigen Krieg fast vollständig zerstört.

Ende des 17. Jahrhunderts wurde Röddelin durch die Herstellung von Oleum Pini (Kienöl) in der Uckermark bekannt. Eine Viertelmeile von Röddelin befanden sich Teeröfen, bei deren Produktion Wasser anfiel. Aus dem Wasser wurde auf alchemistiesche Weise das Oleum Pinni gemacht das dann als "Balsam" oder "Spikenwasser" verkauft wurde. Um den Teerge- ruch wegzubringen wurde dem Produkt ein paar Tropfen Spiköl (Lavendelöl) beigegeben.

Um 1750 wurde Röddelin neu besiedelt. Im Dorf waren 18 Bauern und 2 Kossäten ansässig. Am 9. Mai 1803 brannten 12 Bauerhöfe, die Kirche, das Schulzenhaus, die Schule, ein Kossätenhof und acht Büdnerhäuser ab. Das Dorf wurde anschließend wieder aufgebaut. Die Einwohnerzahl stieg auf 534 im Jahre 1884.

Von den Röddelinern wird in Chroniken gesagt: Die Einwohner von Röddelin sind ein dorfeigener Schlag, der fleißigen, ruhigen und schwerfälligen Uckermärker.

Kurz vor Weihnachten 1919 konnte zum Weihnachtselternabend das elektrische Licht eingeschaltet werden. Im Frühjahr 1921 erhielt als erster Betrieb des Dorfes die Stellmacherei Benzin einen Kraftstromanschluß.

Quellenangabe: Faltblatt zur "Gemeinde Röddelin" vom Fremdenverein Templin e.V. (1995)

Geschichte des Ortsteils Röddelin auf der Seite der: Stadt Templin