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Templin - Fotoimpressionen aus der "Perle der Uckermark"


Aus der Chronik Chronik Vietmannsdorf

Vietmannsdorf wird 1281 erwähnt als Aufenthaltsort der brandenburgischen Markgrafen, die auf der "Curia Vitumanstorpe" wiederholt Wohnung nahmen.

Der Ortsname kommt wahrscheinlich von der Bezeichnung "Dorf eines Vituman", wobei "Witu" althochdeutsch Holz bzw. Wald bedeutet und "man", Mensch bzw. Jüngling.

Vietmannsdorf war im Jahre 1304 markgräflicher Verhandlungsort der Brandenburger und Mecklenburger Grafen über die Zugehörigkeit des Landes Stargard.

Aus dem Jahre 1320 wird berichtet, daß "Vitmansdorp" das Recht hat, Zoll zu erheben. Die Herzöge von Pommern sicherten aber der Stadt Templin Zollfreiheit zu.

Im Landbuch Kaiser Karl IV, wird beschrieben, daß zu Vietmannsdorf 41 Hufen bestünden, die aber nur zum kleineren Teil besetzt wären. Außer den Bauernhufen gäbe es 30 Kossätenstellen, von denen aber nur acht bewirtschaftet wären. Beim Dorf lägen zwei Seen der "Poltzen" mit 6 Garnzügen und der "Ragovse" mit zwei Garnzügen.

In den Jahren 1806/7 hatten die Vietmannsdorfer viel zu erleiden, denn die Franzosen plünderten das Dorf und verwüsteten es. Zäune, Fensterkreuze, Stühle und Bettstellen fanden als Lagerfeuer Verwendung.

Am 11. Mai 1826 schlossen Franz von Holzendorf und die Bauern des Ortes ein Abkommen. Die Bauern traten damit aus dem Abhängigkeitsverhältnis zur Gutsherrschaft heraus und erhielten ihre Wirtschaften als eigen. Dafür mußten die Bauern aber die Hälfte des Ackers an die Gutsherrschaft abtreten.

In die Gemeinde Vietmannsdorf wurden 1928 Baßdorf, 1931 das Forsthaus Ringofen, 1967 das Gut Gollin und 1974 das Dorf Dargersdorf eingegliedert.

Gut Gollin

In der Chronik von Gollin wird bereits im Jahre 1375 von einem Rittergut abseits des Ortes berichtet. Gutsherren waren die Gebrüder Grifke. Im folgenden Jahrhundert kam das Dorf und wahrscheinlich auch das Rittergut an die Familie derer von Holtzendorf zu Vietmannsdorf. Das Gut gehörte in den folgenden Jahrhunderten zumeißt zu Gollin.

Das Gut Gollin gehört erst seit 1967 zur Gemeinde Vietmannsdorf. Die Gebäude und Ländereien wurden seitdem durch die verschiedensten Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften genutzt. Seit 1991 wird ein Teil des Gutes (Ställe, Acker und Wiesen) durch die Landwirtschaftliche Produktivgenossenschaft Christianshof bewirtschaftet.

Das Gutsgebäude und rund 100 Hektar Land, darunter 35 Hektar Acker und 40 Hektar Wiesen, nutzt der Schulbauernhof Gollin. Der Schulbauemhof, gelegen im Biosphärenreservat Schorfheide/Chorin, will zeigen, daß eigenverantwortliches Wirtschaften in der Natur zum Erhalt einer vielgestaltigen Landschaft führt, die allen Bürgern als Erholungslandschaft zur Verfügung steht.

Quellenangabe: Faltblatt zur "Gemeinde Vietmannsdorf" vom Fremdenverein Templin e.V. (1995)

Geschichte des Ortsteils Vietmannsdorf auf der Seite der: Stadt Templin